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König Salomo war Bau-Spezialist. Die Megabaustelle seines
Lebens war der Tempelbau in Jerusalem. Als Fachmann
vom Bau möchte er uns die
Grunderkenntnis seines Lebens ins Stammbuch
schreiben. Nicht nur beim Tempelbau,
sondern auch im eigenen Leben, wollte der
Weise des Altertums den Rat des Höchsten
nicht missen.
Sein Motto: Bilde mit Gott ein Team. Baue
nicht ohne ihn.
Damit trifft Salomo unser Problem.
»Do it
yourself« ist unsere Devise und die kann sogar
sehr christlich aussehen. Kirchlich sozialisiert
oder vielleicht sogar theologisch studiert
krempeln wir die Ärmel hoch und machen uns zu schaffen an
den verschiedenen Baustellen des Lebens und der Gemeinde.
Der Schweiß rinnt uns von der Stirn und wir husten uns den Staub aus
der Lunge. Ganz schön anstrengend die Jungschar. Der Posaunenchor
fordert alle Kraft. Wir sind stolz auf unser Leben und hoffen, dass Gott
es auch ein wenig ist.
»Alles nicht schlecht«, höre ich Salomo sagen. Aber er würde sich damit
nicht zufrieden geben. Seine Erfahrung war die Fülle des Lebens in der
intensiven Gemeinschaft mit Gott. Er lebte nicht »Do it yourself«, sondern
hatte seine Antennen Richtung Himmel ausgefahren. Er lebte von
dieser besonderen Kommunikation mit Gott. Das war seine Lebenserfüllung.
Hier wird der Unterschied zwischen lebendigem Glauben
und Religion deutlich. Glaube lebt
von Beziehung, Religion vom richtigen Handeln. Salomos Rat: Wenn die
Baustelle Leben gelingen soll, dürfen wir Gott nicht nur als Ratgeber aus
der Distanz benutzen. Gottes Wunsch ist »Leben im Team«.
Herausforderungsgebet für den nächsten Spaziergang mit Gott:
Vater im Himmel. Ich will nicht mehr aus Routine glauben. Ich will
dich an die Baustellen meines Lebens heranlassen. Rede durch deinen
Geist, in deinem Wort und durch die Situationen meines Lebens.
Amen.
Tobias Becker
Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran
bauen.
Wenn der Herr nicht die Stadt behütet, so wacht der Wächter umsonst.
Ps 127,1
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